Tourenbeschreibungen :

20. Höhenwanderung zum Lago di Cancano - Vom Berg zum Stausee.

Bei dieser Wanderung bleiben wir immer in Italien. Sie erfordert einiges an Planung. Wegen der Fahrten mit den Omnibussen kann sie nur in den Monaten Juli und August durchgeführt werden und dann auch nur Montags bis Freitags - sonst verkehren die Busse der Firma Perego nämlich nicht. Wir fahren daher morgens mit dem Auto über den Umbrailpass und die Veltliner Seite der Stilfserjochstraße hinab nach Bormio und stellen unser Auto ab.
Vom Busbahnhof (Autostazione), der sich an der Abzweigung der Gavia-Paßstraße von Stilfserjochstraße befindet, nehmen wir möglichst den ersten Bus wieder hinauf in Richtung Stilfserjoch und fahren bis zur Haltestelle IVa Cantoniera auf der italienischen Seite des Umbrailpasses. Dieses umständliche Verfahren ist nötig, weil man mit dem Bus, der nachmittags vom Lago di Cancano nach Bormio hinabfährt, keinen Bus mehr bekommt, der zurück zum Stilfserjoch fährt.
Von der 4a Cantoniera, dem 4. Straßenwärterhaus am "Giogo di Santa Maria", wie die Italiener den
Umbrailpaß (2501 m) nennen, wandern wir nun für 100 m auf der Umbrailstraße, bis kurz vor der Grenze ein Wanderweg nach links abzweigt. Wir bleiben auf der italienischen Seite und gehen oberhalb der Stilfserjochstraße in westlicher Richtung am Südhang des Piz Umbrail entlang. Unterhalb unseres Wanderweges sehen wir die Siedlung S. Rainieri um die kleine Kirche.

Blick auf San Rainieri
Blick auf San Rainieri an der Straße in Richtung Bormio.

Unser Pfad bringt uns zum fast verfallenen Stall Baitello di Cogno (2589 m). Weiter steigen wir langsam an und erreichen nach einer Weile den höchsten Punkt der Wanderstrecke, den Paßübergang Bocchetta di Forcola (2768 m ).
Im ersten Weltkrieg standen hier italienische Truppen und bewachten das Vorfeld des Stilfserjochs, auf dessen Ostseite die Österreicher lagen. Von den Resten der Befestigungen können wir durch die "Schießscharten" auf unseren Wanderweg und auf das vor uns liegende Stilfserjoch schauen.
Auf der Westseite wandern wir zum "Ricovero", der Kaserne aus dem ersten Weltkrieg und gehen weiter auf der ehemaligen Militärstraße weiter hinab durch das wilde Tal des Bächleins Forcola und erreichen nach gut fünf Viertelstunden die Alm
Baita di Forcola (2311 m). An der Ostflanke des Piz Schumbraida führt der Weg durch das Valle di Forcola weiter hinab und bietet schöne Ausblicke auf die Berge südlich von Bormio. Von links mündet eine weitere alte Militärstraße ein. Schon haben wir Le Fornelle (2021 m) erreicht. Hier beginnt der Fahrweg der Mailänder Elektrizitätswerke, die den Oberlauf der Adda intensiv zur Stromerzeugung nutzen. Das Bächlein Fornelle strebt - tief eingeschnitten - der Adda zu. Sie fließt hinab nach Bormio im oberen Veltlin, das wir bald - ebenso wie die Stilfserjochstraße - sehen können. Nach einer Weile zweigt ein Weg dorthin ab. Unser Weg steigt wieder etwas an und wir erreichen Grasso di Solena (1960 m) und wenig später auch das kleine Kirchlein, den Endpunkt der Wanderung. In den Monaten Juli und August fährt von hier Montags bis Freitags um 17.00 Uhr ein Linienbus nach Bormio hinab. Vor uns liegt der Lago di Cancano, der ebenso wie der dahinterliegende Lago di San Giacomo di Fraéle den Mailänder Elektrizitätswerken zur Stromerzeugung dient.

Während der Sommermonate kann der Busfahrplan hier als Word-Dokument heruntergeladen werden.

Lago di Cancano
Lago di Cancano.

Wanderzeit : etwa 5 Stunden (16 km).
Höhenunterschiede : Aufstieg: etwa 270 m, Abstieg: etwa 800 m.
Höchste Stelle : Bochetta di Forcola (2768 m).
Einkehrmöglichkeiten unterwegs : keine !

Text: © Carsten Wasow 2002

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